Die Alte Brauerei Templin liegt zwischen der historischen Innenstadt und dem Bahnhof direkt am Templiner Kanal. Das 1890 erbaute denkmalgeschützte Industrieensemble aus Backstein besteht aus einem Hauptgebäude und zwei Nebengebäuden, die viele Jahre leer standen. Die Gebäude werden denkmalgerecht saniert, zu Wohnraum umgenutzt und mit einem Neubau ergänzt. Hinter dem Gebäudeensemble erstreckt sich der zukünftige Garten bis an den Templiner Kanal. Der an der Straße gelegene Grundstücksteil ist für die Nutzung durch einen sozialen Träger vorgesehen. Die Freiflächen sollen von allen Bewohner*innen gemeinschaftlich genutzt werden.

 

alte Brauerei Templin Rendering Urbansky ArchitektenAlte Brauerei Templin – Blick vom Templiner Kanal (Rendering: Urbansky Architekten)

 

Das Projekt Alte Brauerei Templin zeichnet sich durch seine besondere Kombination von Erhalt und Weiterentwicklung des industriellen und denkmalgeschützten Gebäudebestands, Umnutzung als gemeinschaftliches Wohnprojekt und Beteiligung eines sozialen Trägers aus.

Auf dem Grundstück befinden sich drei Baukörper, die im rückwärtigen Bereich des Grundstücks eine Hofsituation bilden. Dominiert wird das Ensemble durch das markante Brauhaus. Im Brauhaus befindet sich der ehemalige Sudraum, mit bis zu 6,60 m hoher Decke und historischen Fliesen, der zum Gemeinschaftsraum umgenutzt wird. Zentral auf dem Grundstück steht das ehemalige Lagerhaus mit Eiskellern. An der Grundstücksgrenze befindet sich eine Remise, die früher als Pferdestall genutzt wurde.

In diesen Bestandsgebäuden entstehen insgesamt 14 Wohnungen von 78 bis 139 m².

Im ergänzenden Neubau entstehen 8 neue Wohneinheiten mit Energiestandard mindestens KfW55. Insgesamt werden ca. 2.000 m² Wohnfläche geschaffen.

 

alte Brauerei Templin Foto Urbansky ArchitektenBestandsgebäude Alte Brauerei Templin (Foto: Urbansky Architekten)

 

Eines der wertvollsten Fledermausquartiere im Land Brandenburg befindet sich in den Eiskellern unterhalb der historischen Gebäude, weshalb die Alte Brauerei als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ausgewiesen ist. Für die Sanierung wurden eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erteilt und Sperrzeiten für die Winterruhe in den Bauablauf eingetaktet. Die Fledermausquartiere werden verlegt, optimiert und grundbuchrechtlich abgesichert.

Ein Teil des gut 3.000 m² großen Grundstücks wird realgeteilt und einem sozialen Träger übergeben, sodass in der Alten Brauerei Inklusionswohnen entsteht. 

Im Juni 2022 erfolgte der Baubeginn. Die Fertigstellung und der Bezug des Hauses werden abschnittweise 2024 stattfinden.

Die L.I.S.T. ist seit August 2021 im Bereich Projektsteuerung tätig. Zentrale Tätigkeiten sind das Führen der Wohnungsliste und die Kostenverfolgung. Wir moderieren die Treffen der Baugemeinschaft und setzen Entscheidungen um. Bei der Finanzierung unterstützen wir durch Zusammentragen und Übermittlung der erforderlichen Unterlagen an die Bank. Bei der Ausfertigung von Verträgen wirken wir ebenso mit wie bei der Rechnungsprüfung.

 

Bauherr: Baugruppe ABT GbR
Objektplanung: Urbansky Architekten PartGmbB
Tragwerksplanung: HU-Tragwerksplanung
TGA-Planung: Service Gebäudetechnik & Energiemanagement GmbH
Baukosten: 7,4 Mio. EUR (KG 200-700)
Laufzeit Projektsteuerung: seit 2021
Baubeginn: Juni 2022
Fertigstellung geplant: 2024
Fördermittel: KfW Einzelmaßnahmen, Denkmalförderung