Kiezkarte

Seit 1999 sind wir Beauftragte für das Quartiersmanagement im Rahmen des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt in den Gebieten Soldiner Straße/ Wollankstraße (1999-2013), Reinickendorfer Straße/ Pankstraße (seit 2002), Brunnenviertel/ Brunnenstraße (seit 2005), Sparrplatz (seit 2007) und Badstraße (seit April 2016).

Ziel des Verfahrens ist der Erhalt und die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes eines Stadtteils und die Verbesserung der Lebensbedingungen und Chancen der Bewohner_innen. Hierzu gehört die Vernetzung der Akteure vor Ort, die Bündelung von Ressourcen und die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements. Zentrales Anliegen ist dabei die Verbesserung der Teilhabe; die Bürger_innen sollen in die Lage versetzt werden, sich aktiv für ihre Belange einzusetzen. Dazu gehört die intensive Beteiligung an sämtlichen Entscheidungsprozessen: Sei es bei der Ideenfindung und Projektentwicklung, bei der Planung und Umsetzung von Bauvorhaben oder bei finanziellen Entscheidungen.

Der Prozess findet in enger Abstimmung insbesondere mit den Fachverwaltungen des Bezirks und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt statt. Wir fungieren hier als Moderator zwischen Bürger_innen und Verwaltung ebenso wie zwischen sozialen Trägern, Gewerbetreibenden oder Wohnungsbaugesellschaften.

Zu unseren Aufgaben gehört die Erarbeitung und Umsetzung integrierter und themenbezogene Handlungskonzepte zur Quartiersentwicklung, die Entwicklung von Leitbilder genauso wie die Verwaltung und Abrechnung von Fördermitteln und die konzeptionelle Entwicklung und Umsetzung der Öffentlichkeitsarbeit. Wir erarbeiten Beteiligungskonzepte und entwickeln Zielgruppenspezifische Beteiligungsformate, die uns die transparente Kommunikation mit allen Bevölkerungsgruppen im Stadtteil ermöglichen. In der Zusammenarbeit mit den gewählten Beteiligungsgremien Quartiersrat und Vergabebeirat erarbeiten wir Schwerpunkte der Stadtteilentwicklung, die Eingang in die weitere Entwicklung von Projektideen finden. Die Vor-Ort-Büros in jedem Stadtteil dienen als Anlaufstelle für alle Akteure.

Unser Anliegen ist es, eine soziale und emanzipatorische Stadtentwicklung zu fördern. Auf individueller Ebene übersetzt sich dieses Anliegen in das Ziel, Menschen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten und die Eigenverantwortung zu fördern. Auf gesellschaftlicher Ebene bedeutet dieser Ansatz, dass wir uns für Partizipation, Kooperation, Netzwerkbildung und Selbstverwaltung einsetzen. Wir entwickeln Lösungen gemeinsam mit allen Beteiligten und engagieren uns in der Aushandlung gesellschaftlicher Konflikte. Vermittlung, Interessenausgleich und transparente Kommunikation sind zentrale Aufgaben der Beteiligungsprozesse

Wir fördern auf diese Weise – mal aktiv, mal begleitend – städtische Veränderungsprozesse. Mit unserer Arbeit und den Projekten streben wir an, selbsttragende Strukturen in den Stadtteilen und Quartieren zu etablieren.

Auf Quartiersebene verfolgen wir die Ziele,

  • Vereine, Initiativen und Gremien zu unterstützen, in denen sich Bewohner_innen und andere an der Quartiersentwicklung Interessierte Menschen vernetzen und selbstorganisieren, um so dem Quartier eine Stimme geben und gemeinsam an Entwicklungsperspektiven arbeiten zu können.
  • Orte und lokale Infrastrukturen zu schaffen bzw. zu stärken, die Raum für stadtteilbezogene Aktivitäten bieten
  • (kommunale) Unternehmen und Einrichtungen vor Ort zu gewinnen, weitere Verantwortung für die Quartiersentwicklung und bestimmte Funktion zu übernehmen.
  • mit unserem Arbeitsstil zur Sicherung der ressort- und sektorenübergreifenden Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene beizutragen.