Seit Oktober 2017 führt die L.I.S.T. GmbH im Auftrag der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) das Beteiligungsverfahren zum Bauvorhaben entlang der Köpenicker Straße 104-114 durch. Das Quartier rund um einen Plattenbau aus den 50er Jahren gegenüber dem Vattenfall Heizkraftwerk wird durch Neubauten nachverdichtet.

Durch einen 3-geschossigen Flachbau und ein 12-geschossiges Punkthochhaus werden mietpreis- und belegungsgebundene Wohnungen in unmittelbarer Nähe der U-Bahn-Station Heinrich-Heine Straße geschaffen. Die WBM legt als landeseigene Wohnungsbaugesellschaft besonderen Wert auf Akzeptanz des Bauvorhabens in der Nachbarschaft sowie auf die Einbindung aller Betroffenen in die laufenden Planungen. Die L.I.S.T. GmbH konzipiert das Beteiligungsverfahren und moderiert den Beteiligungsprozess. Das Verfahren berücksichtigt verschiedene Stufen der Beteiligung: Information, Konsultation und Mitwirkung / Mitbestimmung.

 

Projekt Kpenicker-Str Quelle


Information: Das Bauvorhaben ist eingebettet in eine Quartiersentwicklung auf Grundlage einer bezirklichen Planung. Um von Anfang an einen möglichst transparenten Prozess sicherzustellen und gleichzeitig der Vielfalt und den unterschiedlichen Betroffenheiten der Anwohner*innen und Quartiersakteure gerecht zu werden, setzen wir auf eine Vielfalt an Formaten von größeren Informationsveranstaltungen bis hin zu aufsuchender Beteiligung. Mit der ersten Informationsveranstaltung legen wir den Grundstein für eine offene Kommunikation des geplanten Vorhabens gegenüber den Mieter*innen, Anwohner*innen und Quartiersakteuren.


Konsultation: Ein zentrales Element des Beteiligungsprozesses ist das Sammeln der Konflikte und die Sortierung in quartiersbezogene und durch das Bauvorhaben bedingte Konflikte. Diese werden anschließend an die passenden Ansprechpartner*innen adressiert (Bauherr / Quartiersgremien / Bezirk). Unser Anliegen ist es, mögliche Konflikte zwischen den unterschiedlichen Akteuren herauszuarbeiten und frühzeitig mit allen Betroffenen Lösungen zu entwickeln. Dabei geht es vor allem um die Frage: Wie kann durch Neubau ein Mehrwert für die Mieter*innen und Quartiersakteure einer Nachbarschaft entstehen? Welche Qualitäten des Quartiers müssen dafür erhalten bleiben, welche können durch die Neugestaltung neu geschaffen werden? Diesen Fragen sind wir per Fragebogenaktion und im Dialog mit den Mieter*innen im Rahmen einer mobilen Ausstellung in den Hauseingängen nachgegangen. Zur Einbindung der Quartiersakteure fanden Dialoge mit den sozialen Einrichtungen (Kitas, Jugendeinrichtung) und den aktiven Quartiersgremien statt (Runder Tisch Köpenicker Straße, Betroffenenvertretung und Bürgerverein Luisenstadt e.V., Clubkommission). Ein regelmäßiger Austausch bestehet zu den lokalen Gremien (Runder Tisch Köpenicker Straße und Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt).  


Mitwirkung / Mitbestimmung: Die Mieter*innen werden über ein persönliches Schreiben der WMB zur Mitwirkung eingeladen. Dazu erfolgt die transparente Darstellung der Beteiligungsmöglichkeiten und des zeitlichen Ablaufs des Verfahrens. Wesentlicher Bestandteil ist die Durchführung einer Mieter*innenwerkstatt.


Weitere Informationen und Ergebnisse zum Beteiligungsprozess finden sie unter: https://www.wbm.de/de/bauprojekte/mitte/quartier-koepenicker-strasse/