Die L.I.S.T. GmbH war von 1999 bis 2013 Beauftragte der Sozialen Stadt für das QM-Gebiet Soldiner Straße. Das Gebiet mit seinen knapp 18.000 Einwohner_innen gehörte am 30.3.1999 zu den ersten, in denen das Land Berlin das integrierte Stadtteilverfahren „Quartiersmanagement“ eingerichtet hat. Ein sehr hoher Anteil an Arbeitslosen und Transferleistungsbezieher_innen, dabei über 70% unter 15 Jahren, führten zur Ausweisung des Stadtteils als QM-Gebiet.

Das Flüsschen Panke windet sich durch den dicht besiedelten Wedding und durchquert dabei auch die beiden von der L.I.S.T. GmbH betreuten Quartiersmanagement-Gebiete Pankstraße (seit 2002 laufend) und Soldiner Straße (1999-2013). Entlang der Panke existierte bereits seit längerer Zeit ein Grünzug.

In den Jahren 1990 bis 2004 war die L.I.S.T. GmbH Treuhänder des Landes Berlin für den Bereich Wohnungspolitische Selbsthilfe. Hier wurden Gruppen mit dem Willen zu baulicher Selbsthilfe bei der Instandsetzung der von ihnen bewohnten Häuser unterstützt.

Zu den ersten von der L.I.S.T. GmbH betreuten Projekten gehörte die Zionskirchstraße 6. Dieses Projekt stand exemplarisch für den von der L.I.S.T. GmbH verfolgten Ansatz, bauliche Selbsthilfe mit arbeitsmarktpolitischen und sozial orientierten Maßnahmen zu verknüpfen.

Die Prinzenallee 33 war 1990 das erste Projekt der L.I.S.T. GmbH. Eigentümerin des Gebäudes war die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo, Träger der Maßnahme der Verein Zukunft Bauen e.V., der 1995 das Gebäude als Voraussetzung für zur Förderfähigkeit des Projektes kaufte.

Im Sanierungsgebiet Victoriastadt in Berlin Lichtenberg, einem gründerzeitlichen Wohnquartier, war der Instandsetzungsbedarf angesichts jahrelang dem Verfall preisgegebener Bausubstanz hoch, etliche Wohnungen standen leer. Häuser in der Kaskel-, Türrschmidt- und Pfarrstraße wurden sowohl von Jugendlichen mit sozialen Problemen und teils rechtsgerichteten Gruppen wie auch von linksgerichteten Autonomen/ Punks besetzt.

Die Lückstraße 10/10a war eines der von der L.I.S.T. GmbH betreuten Jugendselbsthilfeprojekte in Berlin Lichtenberg. Das Gebäude hatte Zukunft Bauen e.V. als Projektträger von einer privaten Immobilienfirma erworben, um hier ein Beschäftigungsprojekt als Jugendselbsthilfe zur Gewaltprävention durchzuführen.

Das um 1848 erbaute Haus in der Kastanienallee 77 hatte von 1986 bis 1992 leer gestanden. Da die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt waren, stand das Gebäude unter Zwangsverwaltung und war dem Verfall ausgesetzt. Am 20. Juni 1992 wurde es durch eine Gruppe von Studierenden und Künstler_innen, die Wohn- und Arbeitsraum für künstlerische Tätigkeiten schaffen wollten, besetzt.

Mit der Oudenarder Straße 32 verfolgte die neu gegründete Wohnungsgenossenschaft Habitat 1997 e.G. das Ziel, insbesondere Familien ein Angebot in der Umgebung zu machen, die sich sonst vielleicht für einen Wegzug entschieden hätten.

Der „Alternative Kulturverein ACUD e.V.“ begann Anfang der 90er Jahre im Hinterhaus der Veteranenstraße 21 ein Kulturprogramm mit 15 Mitarbeiter*innen mit ABM-Stellen anzubieten. Bis 1994 war bereits eine halbe Million DM an Geld- und Sachmitteln in die Instandsetzung des maroden Gebäudes investiert worden.

Die Rungestraße 20, eine um 1900 erbaute ehemalige Tabakfabrik, mit Vorderhaus, Seitenflügeln, zwei Quergebäuden und zwei Innenhöfen vereint gewerbliche, soziale und Wohnnutzung. Wohnungsmieter_innen, Kleinunternehmer_innen, Ateliernutzer_innen und soziale Projekte gründeten im Jahr 2000 die Mietergenossenschaft rs20 e.G.

Das Grundstück der Wriezener Straße 10/11 war durch den Verein „Wildwasser e.V. - Arbeitsgemeinschaft gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen“ aus Spendengeldern von der Wohnungsbaugesellschaft degewo erworben worden.