In der Gotenburger Straße / Prinzenallee in Berlin-Wedding ist die L.I.S.T. GmbH am Neubau eines sozialen Zentrums beteiligt.

Aufgrund des Verlustes von Räumen für betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen und Menschen mit Suchterkrankungen (insbesondere durch Kündigungen der Mietverträge) haben sich 2015 im Bezirk Mitte betroffene Sozialträger zusammengeschlossen, um langfristig und preisstabil ein neues Gebäude als soziales Zentrum zu entwickeln.


Die beteiligten Träger sind:

  • ADV – Akzeptieren – Differenzieren – Verbinden gemeinnützige Gesellschaft zur Integration von benachteiligten Menschen mit beschränkter Haftung,
  • berliner STARThilfe e.V.,
  • casablanca - Gemeinnützige Gesellschaft für innovative Jugendhilfe und soziale Dienste mbH,
  • Lebenswelten e.V.,
  • Projekt Wohnen (PROWO) e.V.,
  • ZiK „zuhause im Kiez“ gGmbH,
  • Zukunftsbau GmbH

Geplant ist die Errichtung eines Neubaus durch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft degewo AG. Dieser soll langfristig an einen Generalmieter – einen Zusammenschluss der Sozialträger in der Kiezquartier GmbH - vermietet werden, der die entstehenden Flächen an die einzelnen Träger vermietet. Mit diesem Modell soll eine langfristige und flexible Belegung innerhalb des Hauses ermöglicht werden.

 

Ansicht des Hauses in der Gotenburger Straße im Entwurf von Anne Lampen Architekten BDA
Gebäudeansicht im Entwurf von Anne Lampen Architekten BDA

 

 


Die Nutzungsschwerpunkte des Hauses sind:

  • betreutes Wohnen in verschiedenen Wohnformen (Apartments, Wohngemeinschaften, Clusterwohnen),
  • Betrieb einer Kita mit 60 Plätzen,
  • Betrieb eines Projektes zur Ausbildung von Jugendlichen.

Hiermit haben wir ein neues Modell gemeinsam mit dem Bezirk Mitte und der degewo AG unter Mitarbeit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen entwickelt, um langfristig auch in zentralen Lagen Berlins die Wohnraumversorgung von Personen mit Betreuungsleistungen zu sichern.


Workshop GruppenbesprechungDie L.I.S.T. GmbH hat den Anstoß zur Entwicklung des Bauvorhabens gegeben und die Projektentwicklung von Anfang an begleitet. Dazu gehörten Gespräche mit politischen Vertretern zur Übernahme des Grundstücks, das Bilden der Trägergemeinschaft inklusive Moderation und Dokumentation von Treffen der Trägervertreter*innen und Workshops zur Entwicklung einer Trägerorganisation unter Berücksichtigung von gesellschafts- und steuerrechtlichen Belangen. Nach der Übertragung des Grundstücks an die Wohnungsbaugesellschaft degewo AG, die Bauherrin des Gebäudes ist, wurde gemeinsam mit Trägervertreter*innen und dem Architekturbüro Anne Lampen ein Nutzungskonzept für das Gebäude entwickelt. Im Mittelpunkt standen dabei mögliche Konflikte der künftigen Nutzer*innen und Schutzbedürfnisse bei der Nutzungsverteilung sowie Ausgewogenheit der genutzten Fläche im Verhältnis zu den genannten Bedarfen. Weitere Schwerpunkte der Arbeit waren die Erstellung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen zur Finanzierung des Baus und des Betriebs des Gebäudes sowie die Vorbereitung der Akquise von Fördermitteln. Die L.I.S.T. GmbH vertritt die Träger in den Planungsrunden zur Abstimmung der Gebäude- und Haustechnikplanung und unterstützt die Träger bei der Verhandlung des Generalmietvertrages.