gemeinschaftliches wohnenDie Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt plante eine Internationale Bauausstellung Berlin 2020 (IBA 2020) deren Ausgangspunkt die Auseinandersetzung mit dem Wohnen der Zukunft werden sollte. Die Ausgangsthese der IBA Berlin 2020 war, dass Urbanität sehr stark mit Pluralität, mit der Vielfalt von Strukturen, Funktionen, Nutzungsmöglichkeiten, Bautypologien und Akteuren verknüpft ist.

Um das IBA-Konzept zu schärfen und die politische Debatte voranzubringen, hat uns die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt im Sommer 2012 mit der Studie „Überblick/Projektrecherche – Gemeinschaftliche Organisations- und Finanzierungsmodelle im Wohnungsbau“ beauftragt mit dem Ziel: Aus der Auseinandersetzung mit nicht primär renditeorientierten gemeinschaftlichen Organisations- und Finanzierungsmodellen sollten Lösungen für die Vereinbarkeit von Nutzungsqualität, Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit für den Wohnungsbau entwickelt und erprobt werden.

 

 Mit der Studie und Projektrecherche haben wir einen Überblick über die verschiedene Formen des selbst organisierten, nicht renditeorientierten gemeinschaftlichen Wohnungsbaus (Genossenschaftliches Wohnen, Vereinsgetragenes Wohnen, Wohneigentümergemeinschaft, Baugruppen als GBR, Mietshäuser Syndikat) erarbeitet. Wir eruierten, unter welchen Bedingungen diese gemeinschaftlichen Wohnungsbaumodelle bezahlbaren Wohnraum produzieren und positive Impulse für innerstädtische Quartiere setzen können. Im Rahmen der Studie stellten wir die unterschiedlichen Rechts- und Organisationsformen in Bezug auf ihre spezifischen Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen einander gegenüber. Eine wesentliche Frage dabei war auch, welche nicht-staatlichen und staatlichen Unterstützungsoptionen bestehen bereits und welche werden für das Ziel einer qualifizierten Wohnbaustrategie notwendig.

Ergänzend haben wir sechs nationale und internationale Referenzprojekte des gemeinschaftlichen Wohnungsbaus in Kurzsteckbriefen näher beschrieben und deren innovative Ansätze und die Spannbreite möglicher Organisations- und Finanzierungsmodelle aufzeigt.

Die Studie können Sie hier herunterladen:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/baukultur/iba/download/IBA-Studie_Gemeinschaftsmodelle.pdf